Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Scheinbarer unterschwelliger „Ausländer-raus-Appell“? Dabei sitzt eine Germanistin in Wartezeiten fest und muss sich für jede unterlassene Klage rechtfertigen

Ergänzung vom 11.06.

Tipps, wie man sich wehren kann – ich zeichne auch gleich mit (neben möglicherweise vielen anderen Themen, die ich gut finde).

https://www.change.org/p/verk%C3%BCrzen-sie-die-wartezeiten-in-der-deutschen-botschaft-in-teheran-afghanistan?source_location=tag_

Ergänzung vom 10.06.

Am Münchner LG sind schon komische Sachen: Erst beobachtete ich vor Jahren eine Automarke, die Statisten suchte, weil sie Angst hatte, ihr Prozess würde sonst zu unwichtig wirken. Jetzt liegt mein Fall mit der „Zu-fett-zum-Beifahren-Klage“ dort.

Amokläufer wie diese hier darf man nicht einfach mit Medizin abfertigen.

Grund zum Amoklaufen gab es vielleicht – es war nur der falsche Weg. Was ich gemacht habe:

Wahlbetrug: Plötzlich fühlt man sich wie „Kermit der Frosch“, der sagen muss: „Ein FS is es gwesn!“

 

Mein Exmann kommt aus Nigeria. Er würde mit diesen ganzen Sachen, die mir gerade um die Ohren fliegen, nie fertig werden. Das ist auch verständlich, denn er hat keine vergleichbare Ausbildung genossen (bei mir waren es erst u. a. Allgemeine Hochschulreife im Bereich Wirtschaft und ein Germanistik-Studium). Auch der Mann meiner Tante wird sich vielleicht „vergrault“ fühlen.
Deutschland muss entbürokratisieren und konstruktiver werden – das hat schon mein Vater gesagt, und nun habe ich es ihnen unter die Nase gerieben.

Dass es einem dann, wenn man sich mal politisch beteiligen will (und da war ich zuvor zurückhaltender bis auf Wahl und gelegentliche Petitions-Mitzeichnunge), extra schwer gemacht wird, harmlose Petitionen am Bundestag zu veröffentlichen, ist sehr schade: Das ist das „softeste“ Mittel, das es fürs „Mitmachen“ gibt.

Was ich Ausländern rate?

Viele Leute, die „Nicht-Muttersprachler Deutsch“ sind, haben mich bereits
über meine Services wie
https://www.redigieren.org
https://hilfe-bei-briefen.de

beauftragt – zu deren Zufriedenheit.

Ich fühle mich teils auch so, als würde die Ausländerbehörde (meine afrikanischen Bekannten waren Asylbewerber) prüfen, wie auch eine Deutsche zur Asylbewerberin im Ausland/Auswandererin werden könnte.
betrieb-ersucht-asyl.de
ist ein noch junges Projekt von mir, auf dem es um solche Gedanken geht.

Werde ich in DE bleiben können?

Das weiß ich selbst noch nicht. Momentan versuche ich es mit 5 Klagen und Kommunikation mit dem Bundestag, um mich während der Wartezeiten etwas nützlich zu machen.
Die Natur gefällt mir ja sehr gut, aber da keine Antworten auf meine Akquise-Versuche kamen, spürte ich: Es muss geklagt werden, damit ich mich gewerberechtlich richtig stelle und in diesem Fall fair behandelt werde. Und die gewerbliche Betrachtung ist sehr wichtig, da ich über 20 Domains habe.

Derzeit wollte ich mich mal umhören, was andere dazu sagen und habe diesen Thread erstellt:
https://www.juraforum.de/forum/t/hat-jemand-erfahrungen-wie-sich-nach-erfolg-mehrerer-klagen-das-eigene-internetgewerbe-verbessert.747422/#post-2450516

Fazit: Nicht nur für Ausländer ist es abschreckend, was in der BRD abgeht: Es schlägt auch Deutsche in die Flucht.

Aber was können wir dagegen tun? Wahlbetrügereien entlarven, uns bei den (Finanzamts-)Einspruchsstellen nicht mit Zickereien des Sachbearbeiters zufriedengeben (anstatt mit einer korrekten Fallbearbeitung – in der Zeitung las ich, dass ich diesbezüglich in Sachsen kein Einzelfall gewesen bin).

Also Leute: Lasst euch nicht zu viel gefallen! Wer nichts auf dem Kerbholz hat, sollte zwingend auf sein Recht pochen. Manche sind der deutschen Sprache nicht mächtig und benötigen vielleicht einen Dolmetscher, den sie sich aber nicht leisten können – so eine Problematik kann ich mir vorstellen.
Oft kann in einem solchen Fall bereits ein Lektorat wie meines helfen. Ich habe gelernt, mit den widersprüchlichsten Gefühlen umzugehen und bei allem rational zu bleiben.
Bei anderen Fällen wiederum gibt es Anwaltszwang – ebenfalls eine teils kostspielige Sache.

 

Noch ein Nachtrag

Was ich anderen rate, die mehrfachen Klagebedarf haben?

Es kommt bestimmt auch auf die Klagethemen an, ob ihr das alleine machen könnt oder einen Anwalt braucht. Schätzt euch selbst ein: Was traut ihr euch zu?

Ich kann mir vorstellen, dass Anwälte von irgendwelchen Klagen abraten. Man sollte deshalb lieber auf das eigene Gefühl hören und sich nicht jede Hoffnung ausreden lassen – nur, weil ein Anwalt, da er euch und eure Biografie nicht genau kennt, die Erfolgschancen vielleicht nicht korrekt einschätzt bzw. nicht abschätzen kann, was geschieht, wenn ihr die Klage nicht einlegt.

Bislang hatte ich nur eine Scheidungsanwaltskanzlei, weil das eben Pflicht gewesen ist.

Bei mir ist es so: Ich traue mir das mit Rechtsmitteln zu, weil ich weiß, wie man präzise formuliert. Da ich auch in den USA vom Homeoffice aus gejobbt habe, bin ich es gewöhnt, bei jeder zu lösenden Aufgabe „Zurechnungstests“ zu bestehen.

Ich denke, jemand wie Trump soll diese ganze Paranoia und Panik der Menschen wieder auflockern (bei denen mit einwandfreiem Leumund hat er jedoch genau das Gegenteil bewirkt: Ich wurde zu Beginn seiner Amtszeit unglaublich schlecht gestellt und klage gerade u. a. gegen diese Sache), aber er zählt für mich auch nicht zu den zurechnungsfähigen Personen. Manch einer wie ich jedoch lege großen Wert darauf, zu diesen zu gehören.

Wie bin ich sonst so?

Ganz locker: spazieren gehen, kuscheln mit Freund, backen…

Macht etwas aus eurem Leben!

 

PS: Auch ich bin eine der Personen, deren Strafanzeigen (von mir eingelegt) bei der Staatsanwaltschaft in der Warteschleife festhängen – da bin ich auch nicht die einzige, wie ich in der Zeitung gelesen habe.

 

Lesen Sie auch

https://germanist.org/was-heute-alles-moeglich-ist-rechtsradikalitaet-wie-im-reagenzglas-zuechten-und-diesem-umstand-entgegenwirken-was-ist-der-koenigsweg-fuer-den-nachzug-dabei-geht-es-um-die-integration-z-b/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert